Entstehung

Der Alt-Deutsche Schäferhund

Immer wieder wird die Frage gestellt: „Woher kommen und warum gibt es Langhaar-bzw.Langstockhaar-Schäferhunde?“

Der Ursprung des langhaarigen Schäferhundes liegt in der Geschichte des Deutschen Schäferhundes. Vor der gelenkten Zucht - ab 1899 – gehörten die Vorfahren des heutigen Schäferhundes, spezifischen Unterarten und Übergangsformen von Schäfer- und Hirtenhunden an.

Diese Hütehunde der Schafhirten von der Zollernalb bis in die weiten Ebenen von Frankreich, Holland und Belgien mussten wetterfest, robust und ausdauernd sein, um die harte Arbeit rund um die Uhr durchstehen zu können. Die äussere Erscheinung hatte für die Schäfer nur geringe Bedeutung und so waren diese Hunde optisch sehr unterschiedlich, aber Grundstein für die Entstehung der Rasse „Deutscher Schäferhund“



„Alt-Thüringer Schäferhund“


In Thüringen befand sich ein Stamm mit
Stehohren und wolfs-grauer Färbung. Ein
Gebrauchshund voller Aktivität und Nerv
von kleiner, untersetzter, sehniger, fast
derber Erscheinung.



„Alt-Württemberger Schäferhund“


Der wichtigere Stamm aber ist der Württemberger
Schäferhund zu suchen. Zunächst fehlte ihm noch
das erwünschte Stehohr, dafür war die Rutenhaltung
besser (ohne starke Ringelung).
Die stattlich angelegten grossen Gesellen mit den
kräftigen Knochen, der guten Hinterhand und dem
flotten Gang sahen schon recht ansehnlich aus.



Der damit eingeleitete Aufbau der Hochzucht setzte sich aus diesen unterschiedlichen Hütehundschlägen zusammen: dem grösseren, kräftigeren Württemberger und dem thüringisch-sächsischen Hütehund. So ist es verständlich, dass im 1. Zuchtbuchband als Ausgangsmaterial Hunde mit deutlichen Grössenschwankungen und mit einer Behaarung eingetragen wurden, die vom Kurzstock- und Langstock- bis zum Rauh-, Zott- und sogar Langhaar variierten.
Bei der Ohrenhaltung waren sowohl Steh-, Kipp- und Fallohren vertreten.

Im Volksmund wird die langhaarige Variante des Schäferhundes seit Jahrzehnten als „Alt-Deutscher Schäferhund“ bezeichnet.

Der Gründerverein – Deutscher Schäferhunde – Verband (SV) hat lange Zeit in seinem Standard allein das Stockhaar als gewünschte Haarlänge der Rasse festgelegt. Trotz der jahrzehntelangen allgemeinen Selektion der Langhaarvariante, schlägt allerdings – durch rezessiven Erbgang bedingt , diese Merkmal heute noch durch und so werden immer wieder „zufällig“ langhaarige Schäferhunde von stockhaarigen Eltern geboren.

Der SV bezeichnet diese Hunde als „Langstockhaar mit Unterwolle“, wenn ihr Fell (mit Unterwolle) etwas länger als das stockhaarige ist und solche mit deutlich längerem Fell und ohne Unterwolle als „Langhaar – Schäferhunde“.

Seit 2010 ist nun auch der langstockhaarige Schäferhund mit Unterwolle zur Zucht zugelassen. Der langhaarige ohne Unterwolle ist jedoch nach wie vor nicht in der Zucht erwünscht, da seine Gebrauchshundeeigenschaften deutlich eingeschränkt sind und diese Hunde werden somit auch nicht zur Zucht zugelassen.

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